Don Ferguson

Maler
Videokünstler
"Social Action Artist"
amerikanischer Expatriot

Kommentar von Dr. René Reichel
Psychotherapeut und Kunstsammler

Ferguson war immer ein scharfer Kritiker der amerikanischen Kultur und des amerikanischen politischen Systems. Er fühlte sich nie zuhause oder wohl in Amerika und wartete auf die Gelegenheit, nach Europa zu emigrieren. In den frühen 90ern war er  "Artist in Residence" bei der angesehenen Djerassi Stiftung. Dr. Carl Djerassi ist einer der führenden Sammler für Moderne Kunst in Amerika. Djerassi ist geborener Wiener und hält noch eine enge Verbindung mit Österreich. Das war einer der Fäden, die Ferguson dazu bewegte, 1996 mit dem Tinte Zirkus Studio nach Österreich zu übersiedeln. Seine Bilder sind oft psychologische Mini-Dramen mit dunkel-sexuellen Untertönen. Aber sie haben auch Humor und Sinn für Unsinn. Gewisse Figuren tauchen immer wieder auf, vor allem Figuren und Tiere aus dem Zirkus. Ferguson lehnt eine Diskussion über ihre möglichen Deutungen ab. Er stellt sie als Impulse für die Beobachter aus. Er behauptet, dass er nie ein Bild vollendet. Er hört einfach auf, daran zu arbeiten. Er glaubt, dass ein Bild nur in den Augen des Betrachters vollendet werden kann. Wenn es für den Betrachter nichts mehr zu tun gibt, dann wird das Bild einfach zur Wanddekoration. Nach seiner Ankunft hier soll er zu einer Zeitschrift gesagt haben:

"Der einzige kulturelle Vorteil für Künstler in Amerika ist gratis Ketchup bei McDonalds."

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